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Mein erstes Meerschweinchen kam, wie kann es anders sein, aus einem Zooladen,
das ist schon unendlich
lange her. Ich war komplett uninformiert, hatte keine Ahnung und was man
sonst noch so braucht, um der
'ideale' Halter zu sein.
Ich nannte das Schweinchen Penelope.
Am nächsten Tag zog ich los, ich hatte eine Zeitungsanzeige gelesen,
in der Kinderzimmerzuchtschweine
abzugeben warem. Ich nahm Oskar mit. Noch immer ohne Ahnung setzte ich ihn
zu Penelope und natürlich
purzelten einige Wochen später drei entzückende Babies aus ihr
heraus. Später war ich gezwungen,
meine Meerschweinchen abzugeben, weil ich sie aus persönlichen Gründen
nicht mehr behalten konnte.
Ich fand für sie gemeinsam in gutes Zuhause. Und nie wieder wollte ich
"Käfigtiere" haben.
Viele Jahre später kreuzten die Damen Felix und Cindy meinen Weg, zwei
Schweinchen, einst für Kinder
angeschafft, langweilig geworden, in Aussenhaltung gehalten ohne besondere
Schutzvorrichtungen, auch im Winter.
Eine Woche habe ich überlegt und dann zogen sie bei mir ein. Wenig
später folgte Knöpfchen, von Kindern in
der Schule hin- und hergereicht.
Cindy starb im Alter von 6,5 Jahren, Felix folgte ihr ein Jahr später
mit 7,5 Jahren.
Knöpfchen, plötzlich alleine, litt sehr und ich suchte schnellstens
nach einem Partner für sie, und das
wurde Bagira (Kastrat). Mit der Dame, die ihn mir vermittelte, habe ich
ausgemacht, daß sie Bagira
zurücknimmt, wenn Knöpfchen eines Tages stirbt. Weil eigentlich
wollte ich ja keine "Käfigtiere" mehr.
Am Tag X, Knöpfchen starb an Lungentumor mit nur 5 Jahren, sah ich Bagira
an - und wer kann
so ein süßes Meerschwein schon zurückgeben?
Im Tierheim fand ich Alexa für ihn, später folgten Rose,
ursprünglich ausgesetzt in einem Wildpark, und
Dusty, eine Beschlagnahmung aus schlechter Haltung.
Und wie das so ist unter Meerschweinchen: Es spricht sich herum, wenn sie
willkommen sind und so
klopfen gelegentlich Meerschweinchen in Not an meine Türe, bzw. ich
kreuze ihre Wege. Aber alle
können nicht bei mir bleiben und so vermittle ich nun Neuzugänge
an gute Plätze.
Ich bin kein Verein, sondern mache das privat, so, wie es mir in meinem Rahmen
möglich ist.
Christine Gebhard |
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