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Vergesellschaftung von Meerschweinchen
Meerschweinchen sind Gruppentiere und dürfen niemals einzeln gehalten werden. Einsame Meerschweinchen werden nicht automatisch zutraulicher und Meeris in Gruppen sind nicht automatisch scheu. Das ist abhängig vom Charakter und wieviel Zeit man mit den Meerschweinchen verbringt. Kaninchen sind definitiv nicht die idealen Partner für Meerschweinchen, weil sie grundverschiedene Tiere sind. Ein Kaninchen zusammen mit einem Meeri bedeutet, ein einsames Kaninchen mit einem einsamen Meerischwein. Für Meerschweinchen enden solche Konstellationen übrigens des öfteren mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich. Meerschweinchen ungewisser Herkunft sollten nach Möglichkeit mindestens 2 Wochen getrennt von den vorhandenen Meerschweinchen gehalten werden, um eine Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Grundsätzliche Voraussetzungen für das erste Zusammentreffen Eine Vergesellschaftung zwischen Meerschweinchen kann so ablaufen: Man setzt den Neuling zu den vorhandenen Meerschweinchen, gibt Grünfutter hinterher, fertig. Nichts passiert, alles verläuft friedlich. Das ist häufig der Fall, wenn die eigene Gruppe relativ groß ist und ausreichend Platz vorhanden ist.
Es kann aber auch so zugehen: Es wird mit den Zähnen geklappert, gejagt,
gezwickt, Haarbüschel ausgerissen usw. Solange es keine ernsthaften
Kämpfe gibt, also Bissverletzungen, ist das durchaus im normalen Rahmen.
Hier verliert der Mensch schneller die Nerven als die Schweins;-) Es darf
von menschlicher Seite nicht eingegriffen werden! (Ausnahme: Wenn natürlich
eine ernsthafte Beisserei entsteht, muß der Mensch eingreifen.)
Es gibt keine Faustregel, denn im Grunde verläuft jede Vergesellschaftung anders. Auf dem Foto sind Peanut, Dominique und Naseweis beim ersten Zusammentreffen. Jeder riecht an jedem.
Böckchenvergesellschaftung Dank Notstation habe ich inzwischen auch Erfahrung mit der Vergesellschaftung von Böcken. Bockgruppen haben die Eigenschaft, daß sie evtl. einen ungewissen Ausgang in der Zukunft haben. Böcke können sich monate- und auch jahrelang verstehen und brechen dann auseinander. Aus diesem Grund werden von mir Böcke grundsätzlich nur kastriert vermittelt. Denn dann können sie bei Scheitern einer Bock-WG problemlos zu Damen gesetzt werden.
Böcke können durchaus zusammen gehalten werden. Einige
Grundvoraussetzungen sollte man jedoch erfüllen:
Was tun, wenn es Probleme gibt? Wird gezickt, geklappert und gejagt, sollte man auf keinen Fall eingreifen, dies ist normal. Die Meerschweinchen dürfen nicht in den Käfig bzw. ein relativ enges Gehege oder einen Eigenbau in die Höhe gesetzt werden, solange sie sich noch nicht wirklich verstehen. Enge unterstützt Aggression. Bei Schwierigkeiten sollten Sie nicht zu schnell die Geduld verlieren. Sich fremde Meerschweinchen fallen sich eher selten innerhalb weniger Minuten begeistert in die Arme;-) Es kann durchaus kleine Schrammen geben und lautes Gequieze.
Wann ist eine Vergesellschaftung gescheitert Ich betrachte eine Vergesellschaftung als gescheitert, wenn sich zum Beispiel zwei Böcke ernsthaft beißen bzw. sich ineinander verbissen haben.
Gescheitert ist eine Vergesellschaftung in meinen Augen auch dann, wenn sich
selbst nach wenigen Tagen gar nichts ändert, immer noch gejagt und gezwickt
und geklappert wird und keine Annäherung erkennbar ist. Auch unter Meeris
gibt es ganz einfach Antipatien.
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